Am weitesten sieht, wer am höchsten fliegt
Richard Bach - Die Möwe Jonathan

"Es wird schwer sein, demjenigen, welcher derartige Gleitflüge nie versucht hat, eine richtige Vorstellung von den Reizen einer solchen schwungvollen Bewegung zu verschaffen. Die Tiefe, über welche man dahinschwebt, verliert ihre Schrecken, wenn man aus Erfahrung weiß, wie sicher man sich auf die Tragfähigkeit der Luft verlassen kann. Wenn man, auf breiten Fittichen ruhend, von nichts als der Luft berührt... mit einem gut erprobten Apparat dahingleitet, der dem leisesten Druck gehorchend sich unserem Willen fügt, so lässt das Gefühl der Sicherheit die Gefahr bald vergessen... wie es überhaupt ein unbeschreibliches Vergnügen ist, hoch in den Lüften sich über sonnigen Berghängen zu wiegen, ohne Stoß, ohne Geräusche, nur von einer leisen Aeolsharfenmusik begleitet, welche der Luftzug den Spanndrähten des Apparates entlockt."
(Otto Lilienthal)

Frei
Leichte Brise von Südwest Vogelgezwitscher in der Luft Der Sommertau noch auf dem Gras
In die Stille hinein das Quitschen eines stählernen Tores Menschen zerren und schieben Motoren heulen auf
Ein prüfender Blick noch zum Himmel Die Gurte sitzen fest Die Reißleine eingeklinkt Das lange stählerne Seil am Rumpf
Sie rollt, wird schneller hebt ab und jagt dem Himmel entgegen
Ausgeklinkt, Kreise drehn die Welt wie eine Spielzeugeisenbahn Vogel sein und Mensch zugleich Allem Rufen sich entziehn Höher steigen bis an die Grenzen und dort angekommen ganz allein verspürst Du endlich frei zu sein
(Philipp Fröhling, 15.11.1988)
für alle Flieger und ...
... die wirkliche Möwe Jonathan, die in uns allen lebt!
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